Freitag, 19. Mai 2017

Jonny - be good...

Das Schnittmuster liegt schon ziemlich lange fein, säuberlich ausgeschnitten und abgeheftet in einem meiner Schnittmusterordner - die Kameratasche "Jonny" von Christine Lecker...
Es ist ja nicht so, dass ich keine Kameratasche für meine heiß geliebte Canon 70D hätte, aber eine selbstgenähte - das wär doch was, oder?!

Ich besitze einen Rucksack, den ich gerne auf Urlaubsreisen mitnehme, dann eine Kameratasche, wo ich Kamera und Aufsteckblitz unterbringen kann und dann noch eine, wo nur die Kamera reinpasst.

Aber alle sind langweilig einfarbig...

Das sollte sich mit "Jonny" nun ändern. Wie bei all meinen Projekten dauert es ewig, bis ich ich mich für eine Farb- und Stoffkombi entschieden habe.
Der "Deckel" soll auf jeden Fall aus Softshell sein. Das war von vorneherein klar. Und als ich dann im Internet ein Angebot entdeckte, schlug ich zu! Der restliche Taschenkörper ist aus dem Taschenstoff "Moskau" - mein absoluter Lieblingsstoff für Taschen. Es gibt ihn in allen möglichen Farben, er ist robust und abwaschbar und das Beste: Das Volumenvlies ist gleich dabei! Und was noch dazu kommt - er lässt sich super vernähen!


Gefüttert habe ich die Tasche mit Jeans und einem gepunkteten Baumwollstoff.


Den Schnitt habe ich ein wenig abgeändert, denn die Seitentaschen wollte ich mit Reißverschluss, damit mir nix rausfällt. Ich habe sie aus Softshell genäht, so brauchte ich sie nicht doppelt zuzuschneiden, da der Softshell auch eine schöne Innenseite hat.


In der Vordertasche haben die "Ersatzgeräte" platz: Akku, Batterien für den Blitz und eine zusätzliche Speicherkarte - falls die in der Kamera befindliche mal nicht ausreicht.



Und in der Taschenklappe gibt es auch noch eine große Reißverschlusstasche aus Netzstoff, damit man gleich sieht, was drin ist.


Was ich noch "eingebaut" habe, ist eine zusätzliche Abdeckung für die Kamera, da die Taschenklappe rechts und links nicht überlappt, aufgrund der Träger. Und falls es dann auf einer Fotosafari mal regnet, tropft es auf jeden Fall da nicht rein!


An den Trägern habe ich noch ein Dreieck aus Softshell angenäht - und, was mir ganz wichtig war - ein Plätzchen für den Objektivdeckel.
Denn das ist ja immer so ein Problem: Wohin mit dem Objektivdeckel? In die Hosentasche? Irgendwo in die Kameratasche? Und hinterher sucht man ihn dann immer!
Das kommt jetzt nicht mehr vor - denn er hat einen festen Platz. Und damit er nicht rausfällt, dann man das Täschchen mit einem KamSnap verschließen. Ganz gut gelöst, oder?!




Alles in allem ist die Tasche großzügig geschnitten, neben der Kamera und dem Blitz ist noch Platz genug für - eine Taschenlampe z. B., wenn man, wie ich gerne in alten Industriebrachen unterwegs ist.

An den Rändern habe ich die Tasche mit einem reflektierenden Paspel verziert.


Und eine Inneneinteilung durfte natürlich auch nicht fehlen. Ich habe zwei Abtrennungen genäht und dann noch ein Polster (frei Schnauze), damit die Kamera einen gemütlichen Platz hat.




So - nun steht sie hier, fertig gepackt. Denn morgen geht es ab ins Ruhrgebiet, besser gesagt nach Dortmund zur Zeche Zollern. Dort will ich endlich mal die renovierte Maschinenhalle besichtigen und alle Winkel fotografieren...



Euch allen ein schönes Wochenende!













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